Eastalent Racing: Frühes Aus am Nürburgring

01. September 2026 Zurück zur Artikelübersicht »

 

Nürburgring/Deutschland. Für Eastalent Racing ging es am vergangenen Wochenende (28. bis 30. August) zum vierten und vorletzten Lauf des GT World Challenge Europe powered by AWS Endurance Cup auf den Nürburgring. Das österreichische Team reiste hoch motiviert in die Eifel – nicht zuletzt aufgrund der guten Erinnerungen an den sechsten Platz beim 24-Stunden-Rennen im Vorjahr. Insgesamt 28.000 Zuschauer wollten sich die spektakulären Rennen am Ring nicht entgehen lassen. 

Doch das Wochenende verlief durchwachsen und endete am Sonntag beim Drei-Stunden-Rennen bereits in der ersten Kurve: Nach einer Kollision wurde der Audi R8 LMS evo II von Startfahrer Markus Winkelhock gedreht und konnte das Rennen nicht fortsetzen.

Teamchef Peter Reicher zog ein ernüchterndes Fazit: „Ein bescheidenes Wochenende liegt hinter uns. Eigentlich sind wir erst heute im Zeittraining in den richtigen Tritt gekommen. Am Ende sind wir dann noch aus dem Rennen befördert worden. Es sieht so aus, als wäre 2026 nicht unser Jahr.“

Fahrzeugingenieur Christian Schmidt-Gogler erklärte: „Unser Wochenende war von den üblichen Problemen geprägt, die an so einem Rennwochenende auftreten können. Mit dem heutigen Zeittraining sind wir wieder auf die richtige Spur zurückgekommen. Leider konnten wir das Qualifying nicht vollständig maximieren. Dann kam mitten im Rennen, gleich in der ersten Kurve, das Aus, weil ein Mitbewerber zu spät gebremst hat. Man könnte auch sagen: Wir waren zur falschen Zeit am falschen Ort. Ich bin mir sicher, da wäre noch etwas drin gewesen. Aber wir geben nicht auf und fahren gestärkt zum Sprint Cup nach Zandvoort.“

Markus Winkelhock erlebte das Wochenende aus dem Cockpit ähnlich: „In den freien Trainings hatten wir noch mit der Balance zu kämpfen. Im Zeittraining war unser Audi dann aber absolut top abgestimmt – für mich persönlich das beste Auto der Saison. Es hat sich richtig gut angefühlt. Ich hätte wohl noch mehr aus dem Auto herausholen müssen, war aber überrascht, wie viel mehr Grip es hatte. Trotz des 23. Startplatzes war ich sehr positiv gestimmt. Ich dachte, wenn wir sauber durchrollen, können wir ein gutes Ergebnis mit nach Hause nehmen. Obwohl ich beim Start sehr gut weggekommen bin, war in der ersten Kurve bereits Schluss. Ein Mitbewerber hat mich in Turn 1 umgedreht und unser Rennen vorzeitig beendet.“

Auch Christopher Haase sah nach dem Qualifying Anlass zur Zuversicht: „Wir sind gut ins Wochenende gestartet, haben uns dann etwas verlaufen, kamen aber wieder sehr stark zurück. Das Auto lag im Zeittraining brutal gut auf der Strecke – das hat wahnsinnig viel Spaß gemacht. Von Position 23 aus kann beim Rennstart allerdings viel schiefgehen. Genau das ist dann passiert: Markus wurde getroffen, gedreht und das Rennen war bereits in Turn 1 beendet. Auch wenn er dafür nichts kann, müssen wir als Team immer mit solchen Situationen rechnen.“

Simon Reicher ergänzte: „Ich habe mich wahnsinnig auf das Rennen am Nürburgring gefreut. Es ist eine tolle Strecke, die ich sehr gerne fahre. Nach den freien Trainings mussten wir jedoch die Köpfe zusammenstecken, um das Auto wieder zum Laufen zu bringen. In meinem Zeittraining habe ich leider nicht das Optimum aus unserem Audi herausgeholt – sonst hätten wir sicher weiter vorne stehen können. Dass das Rennen so gekommen ist, dafür kann Markus gar nichts. Das ist Motorsport, das passiert. Auch wenn es ärgerlich ist: Weiter geht’s.“

Für das Team um Peter Reicher geht es in drei Wochen weiter: Vom 18. bis 20. September steht auf dem niederländischen Rundkurs von Zandvoort der vierte von fünf Sprint-Cup-Läufen der GT World Challenge powered by AWS 2026 auf dem Programm.