Eastalent Racing beim ersten Sprint Cup in Brands Hatch unter Wert geschlagen

05. Mai 2026 Zurück zur Artikelübersicht »

 

Brands Hatch/England, 3. Mai 2026 – Die GT World Challenge Europe powered by AWS gastierte am vergangenen Wochenende (2. und 3. Mai 2026) zum ersten Sprint-Cup-Rennen der Saison auf dem traditionsreichen Rundkurs von Brands Hatch in der englischen Grafschaft Kent. Mit dabei: das österreichische Team Eastalent Racing rund um Teamchef Peter Reicher. Bereits vor dem Rennwochenende war klar, dass die Herausforderung enorm werden würde. Zum einen zählt Brands Hatch zu den anspruchsvollsten Strecken im Kalender, zum anderen standen dem Team im Vorfeld keinerlei Testmöglichkeiten zur Verfügung.

Mit den beiden freien Trainings am Samstagvormittag verlief der Auftakt zunächst vielversprechend. Die Mannschaft konnte mit den Positionen zwei und elf wichtige Erkenntnisse sammeln. In den anschließenden Zeittrainings traten jedoch erste Schwierigkeiten auf.

Christopher Haase erklärt:

„Ein hartes Rennwochenende liegt hinter uns. Wir mussten einiges lernen, und nicht alles lief glatt. Nach den freien Trainings wurde es immer schwieriger. Unsere Mitbewerber konnten sich steigern, während wir keine Pace mehr gefunden haben. Dazu kam im zweiten freien Training ein technischer Defekt, der mich wertvolle Zeit gekostet hat. In Brands Hatch ist jede Runde enorm wichtig. Simon hatte es als Rookie auf dieser Strecke besonders schwer. Ich finde aber, dass er das sehr gut umgesetzt hat. Gerade im zweiten Rennen hat er einen grandiosen Job gemacht und sich im Mittelfeld behauptet. So konnten wir das Rennen am Ende auf Platz 17 beenden. Jetzt haben wir eine lange Liste an Hausaufgaben.“

Teamkollege Simon Reicher beschreibt das Wochenende so:

„Brands Hatch ist die Nordschleife von England – eine wahnsinnig schwierige Strecke. Ohne Testmöglichkeiten im Vorfeld kannst du dich kaum auf das vorbereiten, was dich dort erwartet. Alle Fehler innerhalb von nur zwei einstündigen Trainings zu beheben, ist fast unmöglich. Trotzdem musst du als Rennfahrer das Beste daraus machen. Wir wussten, dass es schwierig wird, und am Ende war es teilweise sogar noch härter als erwartet. Im zweiten Rennen waren wir zwar keine Überflieger, aber solide unterwegs. Jetzt gilt es, unsere Hausaufgaben zu machen und als Team weiter zu wachsen.“

Auch Ingenieur Christian Schmidt-Gogler zieht ein differenziertes Fazit:

„Brands Hatch ist immer speziell – das wohl speziellste und kürzeste Sprint-Wochenende des Jahres. Wir hatten in den freien Trainings einige Probleme, die sich auf die Zeittrainings ausgewirkt haben. Im Rennen konnten wir unser Potenzial jedoch teilweise zeigen, was mich optimistisch stimmt. Natürlich gibt es immer Dinge zu verbessern, aber insgesamt können wir das Wochenende positiv abschließen.“

Teamchef Peter Reicher blickt etwas kritischer auf das Wochenende zurück:

„Am Ende bin ich froh, dass wir unseren Audi R8 LMS evo II unbeschadet nach Hause gebracht haben. Uns war bewusst, dass dieses Wochenende schwierig werden würde. Gleichzeitig ist die Atmosphäre hier einfach sensationell – hier wird Motorsport gelebt. Brands Hatch ist eine echte Oldschool-Strecke und extrem anspruchsvoll. Mit etwas mehr Vorbereitung hätten wir sicherlich mehr erreichen können. Unterm Strich haben wir aber das Maximum herausgeholt. Trotzdem werden wir unseren Weg konsequent weitergehen.“

Die nächste Herausforderung wartet bereits: Vom 29. bis 31. Mai gastiert die GT World Challenge Europe auf dem traditionsreichen italienischen Rundkurs von Monza.